Bei
OpenVZ handelt es sich um eine Container basierte
Virtualisierungslösung für und unter
Linux. Also eine Art aufgepimte chroot Umgebung zum Betrieb von mehreren Linux Guests auf einem Hostsystem. Im
Gegensatz zu
Xen handelt es sich nicht um eine völlig getrennte Paravirtualisierung, die es ermöglicht einen nur dem Guest zugewiesenen eigenen Kernel zu betreiben und dadurch mittels qemu sogar Windows zu betrieben. Eines meiner ersten Probleme beim Betrieb von OpenVZ war die Ausgabe von "
ps aux" oder "
top" auf dem Hostsystem (also
VEID 0). Es werden nämlich immer sämtliche Prozesse und laufende Programme angezeigt. Das heißt auch diejenigen, die auf den
vServern betrieben werden. Dies ist vor allem dann nervig wenn man im Prinzip nur das Hostsystem kontrollieren möchte und nur dessen Prozesse angezeigt haben will. Nach einiger Zeit der Recherche bin ich auf das dafür zuständige Tool gestoßen.
vzps und
vztop heißen die Programme, die in der Lage sind die Ausgabe auf einem OpenVZ Rechner nach
VEIDs zu sortieren. Der
Debian Archive finden sich hier:
vzprocps .deb Die
rpm Archive findet man unter:
vzprocps .rpm Die Installation unter Debian ist denkbar einfach:
cd /usr/src
# Für 64-bit Systeme:
wget http://download.openvz.org/debian-systs/pool/openvz/v/vzprocps/vzprocps_2.0.11-1dso2_amd64.deb
# Für 32-bit Systeme:
wget http://download.openvz.org/debian-systs/pool/openvz/v/vzprocps/vzprocps_2.0.11-1dso2_i386.deb
# Installation:
dpkg -i vzprocps*.deb
Danach ist es möglich
vzps und
vztop aufzurufen und zu verwenden.
Beispiel: Wenn man nur die Prozesse für das
Hostsystem ( immer VEID 0) sehen möchte:
Für vztop ergo:
Mittels
vzlist ist es möglich eine Auflistung von allen laufenden vServern zu finden. Unter dem Feld CTID werden hier alle IDs ausgegeben die man für den Schalter -E unter
vzps oder
vztop verwenden kann. Ich habe gleich unter
/root/.bashrc ein Alias dafür angelegt, damit der Aufruf automatisch erfolgt:
Gebe ich nun ein
ps aux erhalte ich die gewohnte Ausgabe. Mit
ps -E 0 nur die des Hostsystems.